Ich weiß es einfach

…alles ist gut. Ich weiß es einfach. Da ist ein ganz tiefes Vertrauen. Derzeit befasse ich mich mit dem Thema Trauer, da der Vater meiner besten Freundin verstorben ist. Dabei habe ich folgendes entdeckt:

Steh nicht am Grab mit verweintem Gesicht,
ich bin da – ich schlafe nicht.

Ich bin im Wind, der weht über die See.
Ich bin das Glitzern im weißen Schnee.
Ich bin die Sonne auf reifender Saat.
Ich bin im Herbst in der goldenen Mahd.

Und wenn Du erwachst im Morgenschein,
werde ich immer da,
werde ich beschützend um Dich sein.
Bin in Kreisen der Vögel am Himmelszelt.
Ich bin der Stern, der die Nacht erhellt.

Steh nicht am Grab in verzweifelter Not,
ich bin nicht da – ich bin nicht tot.

-Irisches Grabgedicht-

Ja, genau. Daran glaube ich. Das Leben ist nicht vorbei mit dem Tod. Es ist ein Übergang in etwas anderes. Niemand ist zurückgekommen von da, also muss es da doch wirklich sehr schön sein. 

 

..wie verliebtsein ohne verliebt zu sein

So ein Gefühl wie Verliebtsein, wenn man platzen könnte vor Glück, kann ich ganz einfach selbst in mir herstellen. Das Wetter ist toll, der Tag ist gut, mir geht es gesundheitlich gut. Ich fühle mich intrigiert statt von außen zuzuschauen.

Freuden und meine kleinen Wünsche habe ich mir in den letzten Jahren alle erfüllen können.  Das ist so toll.  Mir geht es echt gut. Ich bin dankbar dafür.

Ich habe eine handvoll Freunde und eine sehr liebe Cousine, mit denen ich täglich Kontakt habe.

Ich habe viele interessante Bücher, die ich noch lesen kann, und ein sehr schönes, sauberes, ordentliches, frühjahrgeputztes Zuhause.

Mein Gefühl ist sogar besser, als das Gefühl Verliebtsein, weil ich dieses Glücksgefühl nicht von jemand im außen abhängig machen muss.  Ich bin sehr dankbar dafür. Ich liebe mein Leben wieder. Das war nicht immer so.

Nun bin ich gespannt wie es weitergeht in meinem ja so bunten Leben.

..wenn man Freunde hat

Wenn man richtig gute Freunde hat, mit denen man offen und ehrlich sprechen kann, braucht man keinen Psychologen.  Der Unterschied ist, dass der Psychologe nicht wertet. Ein Freund schon, ein guter Freund hat seine Sichtweise, weil man sich kennt und das ist auch gut so.

Es gab Situationen in meinem Leben, wo mir meine Freundin, die mir sehr gut zugehört hat (auch eine wichtige Eigenschaft eines guten Freundes), meinen Kopf gewaschen hat und mich anschließend auf meinen Weg zur anderen Sichtweise/Empathie begleitet hat.  Ich konnte mich damals nicht in die Situation einfühlen, bis ich es gelernt habe. Ich wollte verstehen und mitfühlen, war ein weiter Weg.

Das Kopf waschen muss man sich natürlich gefallen lassen, was nicht so einfach ist, wer wird schon gerne kritisiert.  Konstruktive Kritik  ist dagegen sehr erstrebenswert.

So ein Verhalten kann man von einem Psychologen nicht erwarten, erwarten schon, wird aber nie so sein.  Psychologen werten und beurteilen nicht.

Pro-bleme haben – wie macht man das?

…hey, ich habe festgestellt dass ich gar keine Pro-bleme habe. Ich muss eine Problemtorte (welches Problem ist wie groß erstellen) Und nun? Ich habe derzeit keine Probleme… Keine Pro/Für -Mich Herausforderung. Nein, dass stimmt ja so nicht. Würde gerne mein Laster -das Rauchen- gerne lassen.  Der Rest ist eigentlich derzeit OK. Das Rauchen ist eine sehr schlechte Angewohnheit, aber kein Problem…oder doch?

Bin ich jetzt unnormal, weil ich keine Probleme habe?

 

Von Parkplätzen und Schrammen

Eben beim Lidl ist mir jemand, der rechts genug Platz hatte, alle Parkplätze waren frei… mit meinem Einkaufswagen der hinter meinem Auto stand, an mein Auto geschrammt. Ich sagte zu ihm (ca. 25 J. Südländer + Frau Er: Mercedes Fahrer in rosa Jogger mit legerer schwarzen Weste und zig Goldschmuckstücken an…): Ich finde das nicht lustig… die wollten schon weiter gehen… ich: An Ihrem Auto ist sicher auch eine Macke.

Er schaut nach und tatsächlich fand auch er eine Macke an seinem relativ neuen Auto… Was wollen wir machen meinte er dann: Polizei rufen? Und ich: Polizei? Hatte mir meinen Schaden (leichte Schrammen die man wegpolieren kann) angeschaut und meinte: Sie können mir 50,-€ anweisen, ich poliere das dann weg. Und die Freundin sah bei mir am Auto nach und meinte: Ja das geht. Ich gab ihnen dann meine plixie Visitenkarte und meinte: Oder haben Sie Paypal? Ja, haben wir auch. OK, dann per Paypal. Und dann hat er sofort bezahlt.

Da ist er gut bei weggekommen. Wenn die Polizei gekommen wäre, hätte sie einen Lackierschaden der Heckschürze an meinem Auto festgestellt und der hätte knapp mal mindestens 500,00 € -1,500.00 € gekostet + eine Hochstufung in der Versicherung.

Oder war das jetzt dumm von mir? Es war auf jeden Fall fair gegenüber dem Schuldner…. Da hatte er Glück, dass ich Tochter einen Autohändlers bin und mich in dem Metier ein wenig auskenne. ..und ich hatte Pech, weil ich mich ja soooooo gut auskenne….

Ja, es war dumm. Ich hätte ihn die Polizei rufen lassen müssen….- Danke, lieber Gott für deine Geschenke….. – ich bin zu dumm dazu sie spontan anzunehmen.

Doofe Tage

Es gibt sie, die doofen Tage an denen man sich schlecht, allein und antriebslos fühlt. Ich habe für mich festgestellt, dass mir dann ein Telefonat mit einem lieben Menschen hilft. Ich hatte gestern so einen doofen Tag. Dabei ging es in dem Telefonat dann nicht um meinen Gemütszustand, sondern nur darüber was mein Gegenüber an diesem Tag erledigt hatte. Das half mir schon. Ich bin dankbar für diese Kontakte.

Da meine Tochter (25 J.) in ein paar Tagen für ein halbes Jahr nach China geht, um dort Kung Fu in einem Internat zu erlernen, bin ich auch ein wenig traurig. Doch wir haben ja WhatsApp und Briefe um zu kommunizieren.

Eine andere Freundin trauert um ihren Vater und widerum eine andere Freundin feiert ihren Master of Education, dass bedeutet:

Nach dem Referendariat erhältst Du die Lehramtsbefähigung. Mit dem Master of Education bist Du außerdem berechtigt, zu promovieren. Du kannst das Master of Education Studium an Universitäten, pädagogischen Hochschulen, Kunsthochschulen und Sporthochschulen absolvieren.

 

Ballast abwerfen

Wie das Wort schon sagt BalLast – es ist lästig und eine Last nicht mehr passende Kleidungssstücke zu horten. Ich habe versucht davon zu verkaufen oder zu tauschen, doch manches ist eben nicht mehr verkauf- oder tauschbar. Da ich einige Größen (48/50-38) abgenommen habe, ist da einiges an Jeans zusammengekommen.

So werde ich heute den großen blauen Sack herausholen um die wirklich noch sehr gut erhaltene Kleidung in den Altkleidercontainer zu bringen. Das ist zwar schade, aber es ist letztlich nachhaltig.

Auch das Kleiderschrank durch- und aussortieren und Winter weg und Frühling raus gehört für mich zum Frühlingsputz dazu.

 

 

vom Älter werden

Je älter ich werde desto mehr verändere ich mich äußerlich. Da ich Brillenträgerin bin mag ich es gar nicht mehr, dass meine Brille von innen mit Fett und Wimperntusche beschmiert ist und auch das Augenmakeup schon nach nur 2-3 Stunden verschmiert (auch mit Primer) und fast gar nicht mehr vorhanden ist. Früher war das doch auch nicht so, warum ist es nun so? Da hilft nur folgendes: Die Brille weiter vorne auf der Nase zu tragen, was ich nicht haben kann… oder sich nicht mehr zu schminken. Ich tendiere zum letzteren.

Ich werde mich also ab sofort nicht mehr schminken. Ich habe nie ganz fett aufgetragen, aber Augen und Wimpern und Make up habe ich schon dezent benutzt, um mit Wimpertusche und Kajalstift von den kleinen Augen weg zu täuschen, die eben hinter der kurzsichtigen Brille kleiner wirken.  Nun wird also nur noch Lippenstift als Farbtupfer aufgetragen.

Das wird komisch für mich werden, denn ich habe mich immer geschminkt, wenn ich aus dem Haus gegangen bin!!!!!  Wenn nun der Frühling kommt, werde ich versuchen ein wenig mein sehr helles Gesicht in der Sonne zu bräunen, damit ich nicht so blass bin. Außerdem werde ich edle silberne Ohrringe und Ketten tragen.

Dazu fällt mir das kürzeste Date ein, dass ich mal hatte. Treffpunkt war der Paderborner Dom. Ich stieg aus dem Auto aus und traf dort den wartenden Mann. Er sah mich kurz an und meinte: Bist du geschminkt? Und ich ja, ein wenig. Und er: Dann hat das keinen Sinn. Und weg war er. Das war es, das kürzeste Date.

 

Frühlingserwachen

Die Tage beginnen wieder eher und enden später, mir gefällt das. Ich fühle mich motivierter und kraftvoller. Man hat wieder mehr Elan.  Es ist so, als ob auch der Mensch im Frühling wieder zum Leben erwacht. Er geht wieder verstärkt in die Natur, in den Garten und auf den Friedhof und wäscht sein Auto und isst ein Eis. Die Maiglöckchen sind bei uns schon aufgeblüht.

Da ich im Frühling (April) geboren bin, ist dieses genau meine Jahreszeit! Alles beginnt aufzuwachen nach einem langen, kalten Winter. Die Vögel zwitschern wieder lauter und agiler. An den Bäumen, Büschen und Sträuchern beginnen die Knospen aufzugehen, um sich spätestens im Mai mit allen Blättern und in seiner ganzen Pracht zu zeigen.