von diversen Problemen

Man weiß erst was Wärme ist, wenn man die Kälte kennt oder wenn man die Dunkelheit kennt, weiß man auch was Helligkeit/Licht ist. Um Frieden fühlen zu können, muss man leider wissen was Krieg ist.

Das sind alles Pro-bleme, möchte man meinen. Sehr schön beschrieben ist ein Problem im Buch Mary von Ella Kensington (Team Bodo Deletz), Dort hat Mary auf einmal ein Problem, weil sie nicht weiß was ein Problem ist. 🙂

Herrliches Buch.

In mir herrschte gestern Krieg, weil mich ein PRO-blem von jemand anderem so aufgeregt hat.  Da ich ein mitfühlendes Wesen bin, konnte ich alles fast ganz genau nachfühlen. Und dann ist das passiert, was nicht passieren darf: Ich habe geurteilt/bewertet. Wer bin ich das ich das darf? Eben! Und nun habe ich wieder Frieden und das ist gut so.

Ich habe eigene Probleme, oder auch nicht!


Diplomatie

Ein wirklich guter Freund, redet dir nicht nach deinem Mund. Er hört zu. Er beobACHTET das Geschehen aus allen Seiten. Und gibt dir dann eine Aussage, die eventuell nicht dem entspricht was du erwartest. Was bringt dir eine Aussage die neutral/diplomatisch ist? Ein -nach deinem Mund reden-wenn es nicht passt, bringt dich nicht weiter. Ein Freund darf dir auch mal den Kopf waschen, wenn du selbst den Überblick verloren hast.

Ich bin im Moment öfters nach meiner neutralen Meinung gefragt worden. Leider ist es meinem Gegenüber nicht möglich gewesen mich und meinen Ansatz zu verstehen, der konträr zu dem war, was gesagt wurde. Das habe ich anhand von Äußerungen die danach stattgefunden haben herausgehört.

Gerne würde ich vermitteln. In einer Trennung ist nicht nur einer „Schuld“ beide haben ihr Scherflein dazu beigetragen. Wo ist die Liebe, das Verständnis denn plötzlich  hin? Da ist nur noch verletzter Stolz, Eifersucht, Kontrollsucht, bitterböse Worte. Das ist keine Liebe. Sorry. Auch nach einer Trennung kann man erwachsen/friedlich miteinander umgehen.

…und dann die Kinder, auf deren Rücken das ganze ausgetragen wird, weil die Kinder das Bindungsglied der beiden Parteien sind.  Ich habe damals, als ich nicht mehr für mein Kind wegen Krankheit sorgen konnte, eine liebe Familie (Oma+Opa väterlicherseits) für mein Kind (damals 5 Jahre) gefunden. Dort, bei Oma, lebt mein Kind nun 25 Jahre alt immer noch. Opa ist inzwischen verstorben. Ich hatte riesengroßes Glück mit dieser Option!
Ich bin sehr dankbar dafür was Oma geleistet hat und noch täglich leistet!

Mein Kind und ich haben heutzutage Frieden miteinander geschlossen, nachdem wir zusammen in vielen, schmerzvollen Stunden, vor Monaten, die Vergangenheit aufgearbeitet haben!

Gestern wurde mir schmerzvoll, angreifend und provozierend mein Muttersein und handeln (was ich gerade beschrieb) vorgeworfen. Derjenige hat übrigens selbst ein Kind + drei (3) Enkelkinder + einen Schwiegersohn und kümmert sich gar nicht…..

Selbstreflexion

Selbstreflexion ist das bewusste Nachdenken und kritische Hinterfragen des eigenen Denkens, Fühlens und Handelns. Es gibt Menschen die keine Selbstreflexion als nötiges ansehen und so sagen sie: Das ist mein Schicksal. Ohne selbst das Denken, Fühlen und vor allen Dingen das eigene Handeln selbstkritisch zu hinterfragen. Ich habe das eben beschriebene nun jahrelang gemacht und hatte dabei viele wertvolle Erkenntnisse.

Das ist nicht mein Schicksal, ich habe mein Leben selbst in der Hand!!!!

Ich bestimme wer mein Freund ist, ich beschließe wo und was ich arbeite, ich lege meine Hobbys und Neigungen fest. Ich suche mir meinen Partner aus, ich entscheide mich für ein Kind.

Ich bin ein freundlicher, zuvorkommender Mensch oder bin ich miesepetrig? All das entscheide ich selbst.

Jeder Aktion folgt eine Reaktion. Das ist so.

 

..genügend Erinnerungen gesammelt?

Im Film Rendezvous mit Joe Black, der den Tod darstellt, fragt er eine unheilbar, alte, kranke Frau: Haben Sie genug schöne Erinnerungen gesammelt? Was sie bejaht. Daraufhin erlöst er sie und lässt sie für immer einschlafen.

Ich hatte wirklich ein tolles, bewegtes, von Freude geprägtes Leben und habe auch wunderbare ErINNERungen. Im Herbst des Lebens darf man schon mal augenzwinkernd zurückblicken. Da war alles dabei: Vom Schauspiel über Sambamusik machen vom Mutter werden (was mein allerallerschönstes Erlebnis im Leben war!!!!!!!!!) bis zu diversen Liebschaften und beruflichen Selbstständigkeiten. Vom größten Computermuseum der Welt bis zu diversen Charitya(u)ktionen zugunsten der Kinderkrebshilfe.

Ich hatte das Glück, mehrere Männer gehabt zu haben, die mich sehr geliebt haben und die ich auch -jeden für sich- sehr geliebt habe. Einen (Tom) habe ich verlassen obwohl ich ihn noch geliebt habe. Ich wollte mit ihm was richtiges aufbauen und dachte auch über ein Baby mit ihm nach. Damals war ich 30 Jahre. Wir hatten eine total schöne Beziehung und das war auch mit die schönste Zeit. Doch als ich dann eine kurze persönliche Krise nach einem Pleitegehen mit meinem Geschäft (unmögliches Kaufhaus) hatte, rückte er leider kurzfristig finanziell nicht mit mir zusammen, sondern verwies mich an das Sozialamt. (Kurze Zeit später fand ich Arbeit und es ging finanziell wieder aufwärts).

Das konnte ich ihm leider nicht verzeihen. Ein Aufbau einer richtigen Liebe mit Zukunft war somit gescheitert. Ich habe die Beziehung zu ihm, dann ein paar Monate nach dem gerade beschriebenen pleitegehen, beendet. Das war eine ganz, ganz schlimme Erfahrung, denn intensive Gefühle hatte ich ja noch für ihn und er auch für mich! Ich habe ihm damals mit dem plötzlichen beenden auch sehr weh getan. Da wir gemeinsame Bekannte und Unternehmungen (Spielekreis, kegeln) hatten sahen wir uns immer noch. Das tat mir unheimlich weh! Wenn ich heutzutage ganz tief in mein Herz schaue, sehe ich da immer noch eine lodernde Flamme für ihn.

Jahre später hatten wir nochmal persönlichen Kontakt, da er bei mir ein Kunstwerk einen Backstein ersteigert hat. Er hatte nach unserer Beziehung selbst 2 Kinder (Jungs) mit einer Frau bekommen, die er auch nicht geheiratet hat. Ich habe 3 Jahre später den Vater meiner Tochter kennengelernt. Was Tom nun macht und wie es ihm geht weiß ich leider nicht.

Erinnerungen sind gelebte Momente, die man immer wieder erleben kann.

 

Sambamusik machen

Irgendwann vor Jahren ca. 2008 habe ich die Querschläger, eine fantastische Sambagruppe aus Paderborn, gesehen und natürlich gehört und mir gewünscht in so einer Gruppe mitzumachen. Heute weiß ich das war schon eine Bestellung beim Universum.

Wochen später fand ich einen Flyer, in dem für eine neu zu gründende Sambagruppe in Paderborn Interessierte gesucht wurden, die Initiatoren waren eben diverse Musiker aus der Sambagruppe Querschläger.

Ich rief dort an und zeigte mein Interesse. Und schon habe ich ein paar Wochen später, nachdem ich auch noch einen VHS Kurs Sambamusik mitgemacht hatte, dass Schelleninstrument in der neuen Gruppe Bloco Tortura gespielt. Ca. 2 Jahre habe ich das mitgemacht, wir hatten auch diverse Auftritte z. B. zu Libori und auch private Arrangements.

Schauspielkunst

Das Leben ist ein Schauspiel. Ständig schlüpft man in die verschiedensten Rollen. Als Mutter, Schwester, Tochter, Geliebte, Cousine, Arbeitnehmerin, selbstständige Unternehmerin, Freundin, Ehefrau, Schauspielerin, Patientin, Kundin.

2001, als ich gerade Mutter geworden war, habe ich Schauspielunterricht in Paderborn im Atelier der Inspiration genommen. Ach, dass war eine supertolle Zeit. So inspirierend, so aktiv. So krea(k)tiv.

Ich habe der Besitzerin eine Webseite erstellt und dafür habe ich im Gegenzug Schauspielunterricht bekommen. Es ging letztendlich nicht gut aus, ich wurde nach 2 Jahren rausgeschmissen (per Brief), weil ich angeblich immer an ihr Geld wollte. (So sah sie das auch wegen „dem nicht bezahlen“ sondern verrechnen des Schauspielunterrichts mit der Erstellung der Webseite) Dabei wollte ich ihr Geld im Gegenteil mehren, aus keinem anderen Grund schlug ich vor, mehr Plakate und Flyer für unser Theaterstück (Ein Auge drauf werfen) zu drucken, um mehr Besucher (Zahlende) anzuziehen. Leider hat sie das so nicht verstanden. Sie sah das als Angriff auf ihr Portemonnaie. Ich sah ihr Schauspielhaus aus Unternehmersicht. Denn ich war zu dieser Zeit auch jahrelang selbstständig mit Webdesign und Filmplakaten.

Da war unser Auftritt 2002 für die Stadt Paderborn in Köln wo wir quasi als lebende Powerpointpräsentation die Stadt Paderborn und ihr bevorstehenden Aktionen im Laufe des kommenden Jahres (Ab in die Mitte) präsentiert und beworben haben. C. war der Elefant für die Powerwoche, H. war der Pizzabäcker für die italienische Woche und ich war Königin Kunigunde die vor 1000 Jahren gekrönt wurde (Mit Kunigunde, der Frau Heinrichs II., wurde im Jahre 1002 in Paderborn die erste Königin im ostfränkischen Reich und die einzige Regentin in Westfalen überhaupt gekrönt) Leider ging die Förderung (Ab in die Mitte) in diesem Jahr nicht an die Stadt Paderborn.

Ach. Wir haben tolle Sachen gemacht. So hatten wir ein Theaterstück: Ein Auge drauf werfen. In dem wir Sprüche/das Leben wortwörtlich nahmen.
Wie z.B. Wenn man jemandem die Hand gibt oder sein Ohr leiht und nachher gar den Verstand verliert. Wo ist das Fundbüro, in dem man seinen Kopf, sein Herz oder den Verstand wieder bekommt, die verloren gegangen sind? Zum Schluss warfen wir Glotzer (diese süßen Glotzaugen von Trolli) ins Publikum…

Oder als wir uns als Walking Act unter die Weihnachtsfeier einer Firma gemischt haben und z.B. ein Künstler waren, der immer nervös umherging (wegen dem nicht stattfindenden Auftritt) oder ich, die Chips und Süßes verteilte (durfte von der Mitarbeitern aus Hygienegründen nur mit Handschuhen angefasst werden) und währenddessen ich „heimlich“ aus dem Flachmann trank und immer beschwipster wurde (ich wurde tatsächlich „erwischt“ und zu mir wurde dann gesagt, ich will keine Chips ich will deinen Flachmann…), oder meine Schauspielkollegin die mitten auf der Weihnachtsfeier anfing zu putzen! Also ich meine lautstarkes staubsaugen! ..anschließend zog sie sich um und kam dieses Mal mit Brille als entführte Braut, die sich verlaufen hatte zurück! Während wieder eine andere Kollegin als Wahrsagerin den Mitarbeitern auf der Weihnachtsfeier aus der Hand las! …und unsere Leiterin hatte sich als Ökotrophologin ans Büffet gemacht und entnahm Proben der ausgestellten Leckereien.

Au Mann, es hat so viel Spaß gemacht! ..und dafür haben wir noch gutes Geld bekommen!

Im übrigens hatten wir selten richtigen Schauspielunterricht, wir hatten immer ein Projekt an dem wir gearbeitet haben. Das war unser Unterricht.

Vorbei war es, als die Besitzerin der Ateliers, das Geld was wir zusammen für unsere Auftritte eingenommen haben, komplett für sich selbst haben wollte. Und wir hatten auch Kosten um an den Locations zu sein usw. Noch heute bin ich der Meinung, das war nicht OK von ihr. Dazu stehe ich immer noch. Nachdem ich weg war, löste sich Mehrblick übrigens auch auf.

Besonderes

Haben Sie auch ein edles Parfum, welches Sie nur zu bestimmten (feierlichen), besonderen Tagen auflegen? Gibt es gutes, besonderes Geschirr und gute Gläser, tragen Sie bestimmten Schmuck nur zu besonderen Anlässen? Gibt es Sonntagskleidung?

So ein Quatsch.
Warum nutzen Sie diese Dinge nicht? Jeder Tag ist etwas ganz besonderes!!!!

Ich kann mich noch an meine Sonntagskleidung, als ich Kind war, für den Kirchgang erinnern, darauf habe ich mich wegen der besonderen Kleidung immer gefreut. Kirche habe ich nie verstanden. Oftmals wurde die Messe in Latein, mit Rücken des Pastors zum Kirchenraum, abgehalten.

GEGENWART

Die einzige Zeit,
in der wir wirklich leben können,
sofern wir sie nicht mit ungeliebter Arbeit,
vergeblicher Liebesmühe, trister Nostalgie
und Zukunftsängsten verpassen.

–Hans Kruppa–