Kommunikation mit ♥ ist nicht so ganz einfach. Ist etwa immer die Frage: Wie kommt das was ich sage beim anderen an? Wenn ich etwas richtigstelle und richtig sachlich erkläre, kommt das beim Gegenüber als Kritik an? Dabei war das so gar nicht gemeint. Die Ohren meines Gegenübers hören nicht die korrigierte Aussage, sondern es kommt nur die Kritik an. Die keine Kritik war.
Ein kleines Wort hatte bei der Aussage gefehlt, das aber entscheidend war. Ich darf also nicht mehr richtigstellen, nur weil die Ohren meines Gegenübers Kritik hören?
♥
Mir wurde wegen dem richtigstellen vorgeworfen, ich würde jedes Wort sezieren. Ich brach daraufhin die Kommunikation ab, mein Gegenüber übrigens auch.
Ich bin nicht verantwortlich dafür welches Ohr beim Gegenüber empfängt. Das erinnert mich an das 4 Ohren Modell von Friedemann Schulz von Thun.
Das Modell, auch bekannt als Kommunikationsquadrat oder Nachrichtenquadrat, wurde 1981 von Friedemann Schulz von Thun entwickelt. Es geht davon aus, dass jede Äußerung eines Menschen gleichzeitig vier Botschaften transportiert. Der Sender spricht dabei mit vier Schnäbeln, und der Empfänger hört mit vier Ohren. Missverständnisse entstehen häufig, weil Sender und Empfänger die vier Ebenen unterschiedlich gewichten oder interpretieren.
Ich spreche also mit einem oder 4 Schnäbeln. Tolles Ding! Es ist wirklich ein Wunder, dass bei so vielen Botschaften – 4 des Absenders – 4 des Empfängers überhaupt noch sowas wie Frieden auf der Welt herrscht.

